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Umgangssprachlich spricht man bei dem Krankheitsbild des Diabetes Mellitus auch von der so genannten Zuckerkrankheit. Gemeint ist damit vielmehr eine Reihe von Stoffwechselkrankheiten, bei denen es zu einer Überzuckerung des Blutes, der so genannten Hyperglykämie, kommt.
Auslöser für Diabetes Mellitus kann, je nach Diabetes Typ, entweder ein Insulinmangel oder eine Insulinunempfindlichkeit sein.
In erster Linie benötigt der Körper Zucker als Energielieferanten. Damit im Körper stets genügend Energie produziert werden kann, werden die Kohlenhydrate, die der Mensch mit der Nahrung zu sich nimmt vom Körper in Glukose (Traubenzucker) umgewandelt. Diese Glukose gelangt über den Darm in die menschliche Blutbahn und wird von den Körperzellen aufgenommen und dort in Energie umgewandelt.
Damit die Zellen im menschlichen Körper Glukose überhaupt erst aufnehmen können brauchen sie das Hormon Insulin. Insulin öffnet gewissermaßen die Kanäle, durch die Glukose in die Zelle eindringen kann.
Bei Menschen, die nicht unter Diabetes Mellitus leiden bleibt der Zuckerspiegel im Blut auch dann stets auf einem konstanten Niveau von 60–100 mg%, wenn der Mensch keinerlei Nahrung oder Getränke zu sich nimmt. Verantwortlich für diese Regulierung des Blutzuckers ist die Leber, in der es mit Hilfe der Hormone Insulin und Glucagon zu einer ständig kontrollierten Neubildung von Zucker kommt. Während Glucagon für die ständige Zuckerneubildung verantwortlich ist, hemmt Insulin gleichzeitig die Neubildung von Zucker.
Fehlt Insulin, so kann lediglich Glucagon wirken und führt zu einer ständigen Zuckerneubildung ohne dass diese durch Insulin gehemmt werden könnte.
Zusätzlich führt fehlendes Insulin dazu dass die Körperzellen nicht mehr in der Lage sind Glukose aufzunehmen, da nur der „Schlüssel“ Insulin die Öffnung der Zellmembran für Glukose bewirkt.
Abhängig davon, ob der Körper kein eigenes Insulin mehr produziert, oder ob er nicht mehr auf das im Körper vorhandene Insulin reagiert, werden heute in der Diabetesforschung unterschiedliche Diabetestypen voneinander unterschieden.
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